Schule in Zeiten von Corona – Ein Bericht der Ganztageshauptschule Achenbach

Seit Montag, 16. März 2020, sind nun alle Schulen in Deutschland aufgrund der Corona-Krise geschlossen. Darüber hatte das Schulministerium NRW alle Schulen und damit auch die Ganztageshauptschule Achenbach via Mail am Freitag vorher informiert.
Lediglich eine Notbetreuung, auch über die Ferienzeit, muss seit dem 18.03.2020 noch an der Schule gewährleistet sein. Das Kollegium der Hauptschule Achenbach hatte wie alle Schulen im Land wenig Zeit sich auf diese neue Situation einzustellen. Denn der Erlass beinhaltet auch die folgende Anweisung: „Auch wenn aktuell kein Unterricht stattfindet, sollen die Schulen das Lernen für Schülerinnen und Schüler zunächst bis zu den Osterferien weiter ermöglichen. „Wie soll das gehen, wenn die Schüler nicht mehr zur Schule kommen?“

Zum Glück gab es bereits seit einigen Monaten eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Digitalisierung an der Schule beschäftigt und so waren die Lehrkräfte gut auf die Situation vorbereitet. Bereits seit letzter Woche können alle Schulklassen ihre Aufgaben für alle Fächer auf der Homepage der Schule einsehen. Über die verschiedenen Medien sind die Klassenlehrer mit ihren Schülern in Kontakt und geben Antworten auf Fragen der Schüler zu ihren Hausaufgaben. Ganz wichtig ist auch die Schulsozialarbeit in diesen Zeiten. Über Handykontakt stehen die beiden Schulsozialarbeiter allen Schülern und Schülerinnen, die seelischen Beistand benötigen, jeden Tag zur Seite.

„Das war eine sehr spannende erste Woche. Wir haben zwei Tage gebraucht, uns zu organisieren und ein passendes System zu finden, mit dem sich der Unterricht digital organisieren lässt,“ sagt Christoph Henrichs, der Schulleiter. „Aber in dieser Situation haben alle Kollegen an einem Strang gezogen und sich in jeder Hinsicht solidarisch verhalten. Ich bin sehr stolz auf unser Kollegium. Die frühe Beschäftigung und auch der tägliche Umgang mit dem Thema Digitalisierung an unserer Schule hat uns dabei sehr geholfen.“ Und auch jetzt wird die Schule von Kollegen weiter verkabelt, um nach der Krise besser für die Digitalisierung gerüstet zu sein. Ein tolles Beispiel wie man Chemie auf digitale Weise vermitteln kann, zeigt der Kollege Henning von Puttkammer auf seiner Internetseite:
Aber auch sonst gibt es für die Kollegen*innen, Hausmeister und Sekretärin zurzeit keine Ferien. Die Lehrer*innen, die wegen der Betreuung täglich in der Schule sind, räumen im Gebäude und auf dem Schulhof auf und verschönern die Schule. Andere erarbeiten von zu Hause Konzepte und geben Schülern Hilfestellungen bei der Erledigung ihrer Aufgaben. Fachkonferenzen werden ebenfalls digital abgehalten. „Da kann man viele Dinge erledigen, zu denen man sonst nicht kommt“ sagt Henrichs.
Man kann also dieser schwierigen Situation auch positive Dinge abgewinnen, wie das Beispiel der Ganztageshauptschule Achenbach zeigt. Ach ja, und die bereits vor der Krise georderte Schulmilch musste nicht verderben, sondern wurde kistenweise an Lehrkräfte mit Kindern verkauft.