Gegen das Vergessen – Zeitzeugen berichten

WDR History-App zum zweiten Mal an der Ganztagshauptschule Achenbach

Bereits zum zweiten Mal besuchte das WDR-Team die Ganztagshauptschule Achenbach. Im Juli 2019 (siehe Homepage) stellte ein WDR-Team erstmals die neue App vor. Bald können die Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg ihre Geschichte nicht mehr selbst erzählen. Mit dieser History-App können die Schulen die Zeitzeugen ins Klassenzimmer holen und sie erzählen ihre Geschichte so, als wären sie wirklich da. Menschen, die die Kriegszeiten erlebt haben, tauchen plötzlich virtuell im Klassenzimmer auf und erzählen von ihren Kriegserlebnissen. Wie die Schüler damals waren auch die Schüler bei dem jetzigen Besuch zum einen fasziniert von dieser virtuellen Begegnung, zum anderen aber auch sehr bewegt von den Schilderungen der Zeitzeugen.

Diesmal war das WDR-Team am 2.9.2020 mit einer Neuauflage, dem 3. Teil der WDR-History-App der Zeitzeugen-App zu Besuch, und zwar in der Jahrgangstufe 9. Die Schüler der Jahrgangsstufe 9 sind etwa so alt wie die Zeitzeugen in der Kriegszeit damals. Große Betroffenheit bei den Schülern, wenn Willi davon erzählt, wie er mit 18 Jahren 1943 gegen seinen Willen in die Wehrmacht eingezogen wurde und sein 16-jähriger Kamerad verwundet und sterbend neben ihm liegt. Oder Jürgen, der mit 18 Jahren an die Front kam und seine Geschichte erzählt. Viele Schüler dieser Jahrgangsstufe haben selbst schon Krieg erlebt und werden nach ihren eigenen Erlebnissen gefragt. Aber das Reden über diese Erfahrungen fällt ihnen vor der Kamera sehr schwer. Ihre Klassenkameraden ergreifen für sie das Wort. So erklärt Jonas: „Es ist sehr erschreckend, dass man gezwungen wurde zu einer Sache, die man gar nicht wollte. Das ist heute gar nicht mehr zu denken, dass man das gemacht hat.“ Oder Chaymae erzählt von ihren Klassenkameradinnen, die Krieg erlebt haben und wie traurig sie das macht.